- Ju-Jutsu - das neue System
Das
Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführte Jiu-Jitsu war in den 60er
Jahren nicht mehr zeitgemäß. Es war dringend erforderlich, etwas
Neues, vor allem aber wirkungsvolleres zu schaffen. Hochgraduierte
Dan Träger erhielten den Auftrag, eine moderne und effektive
Selbstverteidigung zu erarbeiten. Federführend dabei waren Franz
Josef Gresch und Werner Heim. Sie stellten aus den verschiedensten
Budo-Systemen die wirkungsvollsten Techniken zu einem neuen System
zusammen, das den Namen Ju-Jutsu erhielt.
Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung aus der Praxis für die
Praxis. Sie ist vielseitig anwendbar und äußerst effektiv. Ju-Jutsu
geht zurück auf die in Japan in Jahrhunderten entwickelten
waffenlosen Selbstverteidigungssysteme. Nahezu alle im Ju-Jutsu
enthaltenen Elemente stammen aus Sportarten, die sich mit speziellen
Gebieten der Selbstverteidigung auseinandergesetzt und diese
perfektioniert haben. Neben den Grundelementen Bewegungsformen,
Falltechniken, Abwehrtechniken, Schläge, Tritte und Stöße sind
ebenso Wurf und Hebeltechniken der unterschiedlichsten Form im
Ju-Jutsu vertreten. Alle Techniken können - je nach Situation und
Notwendigkeit - sowohl in sehr harter und zerstörerischer Form als
auch relativ sanft angewendet werden. Dies eröffnet dem Verteidiger
stets die Möglichkeit, sich - im Rahmen der gesetzlich geforderten
Verhältnismäßigkeit zu bewegen. Die Härte der Verteidigung muss dem
Angriff angemessen sein, so dass kein Missverhältnis entsteht. Im
Ju-Jutsu sind altbewährte Erkenntnisse vieler Kampfsportarten, aber
auch neue Erkenntnisse unter dem Grundsatz "aus der Praxis für die Praxis" zu einer modernen und sehr effektiven Selbstverteidigung
zusammengeführt. Weil auch die Sicherheitsbehörden erkannt haben,
dass Ju-Jutsu sehr praxisnah und wirkungsvoll ist, wurde es bei den
Polizeien der Länder und des Bundes dienstliches Ausbildungsfach.
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